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Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimafolgeanpassung

Ilmenau, Grünflächen und biologische Vielfalt schützen.

Als Umweltwissenschaftlerin liegen mir Umweltschutz, Nachhaltigkeit und eine lebenswerte grüne Stadt besonders am Herzen. Denn Artenvielfalt und Klimaschutz sind längst kein Nice-to-Have mehr, sie dienen dazu, unsere Lebensgrundlage auf unserem Planeten zu sichern! Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen tragen dazu bei, die Luft- und Lebensqualität zu verbessern und die Aufenthaltsqualität in unserer Stadt zu erhöhen. Sie dienen auch dem Pflanzen- und Artenschutz und damit dem Erhalt der Biodiversität, die auch uns erhält.
Einen besonderen Beitrag leisten hier auch unsere Kleingärten als grüne Biotope der Stadt. Die nachhaltige Nutzung unseres Wassers und nachhaltige Entsorgung von Abfällen und Abwassern spielen eine entscheidende Rolle. Dies gilt genauso wie die Nutzung von Cradle-to-Cradle-Ansätzen bei unseren Baumaßnahmen. Weitere Anstrengungen im Bereich der Klimafolgeanpassung sind voranzutreiben. Ziel muss sein, unsere Stadt zu einer klimaresilienten Schwammstadt weiter zu entwickeln.

Bisher erreicht:

  • Rettung und Sanierung des Gradierwerks im Kurpark
  • Einführung eines Nachhaltigkeits-Checks bei Ratsvorlagen
  • Einrichtung des Bereichs Nachhaltigkeit und Klimaschutz in der Stadtverwaltung
  • Drohnenshow #BöllerCiao der Deutschen Umwelthilfe
  • Novellierung der Lüneburger Gehölzschutzsatzung für mehr Schutz von Hecken, Baumbestand und Biodiversität
  • „Vor Ort bewährt“-Siegel für Cradle-to-Cradle-Bau des Anne-Frank-Horts
  • Planung von Fischaufstiegsanlagen zur Durchgängigkeit der Ilmenau, Übernahme der Bauträgerschaft
  • Einführung einer digitalen Starkregenkarte und einer digitalen Hitzekarte auf der Website der Hansestadt
  • Einführung eines Klimaanpassungskonzepts
  • Verhaltenstipps und Informationen zum Hitzeschutz
  • Sicherung Wassermanagement auch gemeinsam mit dem Landkreis (Wasserforum & IWAMAKO)
  • Aufbau von Trinkwasserspendern in der Stadt
  • Mitgliedschaft der Hansestadt im Naturpark Lüneburger Heide
  • Nachhaltigkeitsbericht: indikatorenbasiert als mögliche Basis für einen Nachhaltigkeitshaushalt
  • Lärmaktionsplanung 4. Stufe mit Fokus auf der Minderung von Straßenverkehrslärm

Weiter: Kurs halten!

Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten, die Folgen sind gravierend und zunehmend sichtbar. Wir müssen uns daran anpassen. Daher werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass Lüneburg sich konsequent auf Klimaanpassungsbedarfe vorbereitet – mit einem fest etablierten Klimaanpassungsmanagement in der Verwaltung, der Erarbeitung und Umsetzung eines Hitzeaktionsplans und der Fortsetzung unserer Programme zur Entsiegelung und zur Förderung von energetischer Sanierung sowie von Dach‑ und Fassadenbegrünung.

Damit diese dringend notwendigen Maßnahmen nicht den finanziellen Diskussionen zum Opfer fallen, werde ich mich weiter auch auf Bundesebene dafür einsetzen, dass Klimaanpassung im Grundgesetz als Gemeinschaftsaufgabe verankert wird. Schließlich geht es hier um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Für unsere Sanierungsgebiete werde ich veranlassen, weitere Maßnahmen für eine „grün-blaue Infrastruktur” über die Städtebauförderung zu beantragen und diese entsprechend zu erweitern. Auch die naturnahe und ökologische Grünpflege ist auszuweiten und ebenfalls bei unseren Tochtergesellschaften sicherzustellen. Städtische Baumaßnahmen sind möglichst nur noch mit Cradle-to-Cradle-Prinzip umzusetzen, auf neuen Gebäuden Grün- & Schwammdächer zu verbauen und mit Schwamm-Pflastersteinen zu pflastern.

Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft schützen – durch die Sicherung des Grüngürtels West und die Umsetzung der Fischaufstiegsanlagen in der Ilmenau sowie den dauerhaften Erhalt aller Kleingartenkolonien als wichtige Orte für Biodiversität, Erholung und soziale Teilhabe. Die geplanten Maßnahmen zum Biotopverbund sind weiter voranzutreiben. Gleichzeitig möchte ich die behutsame Sanierung und ökologische Aufwertung des Kalkbergs voranbringen, mit barrierearmen Zugängen und einer verbesserten Aussichtsplattform. Ebenso wichtig ist mir, dass wir unsere 1.750 Hektar städtischen und stiftungsgebundenen Wälder weiterhin zu klimaresilienten, artenreichen Mischwäldern entwickeln, um Biodiversität und Klimaschutz gleichermaßen zu stärken. Hier werde ich die Möglichkeit auf Referenzflächen und Zertifizierungen nach FSC und Naturland prüfen lassen.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass die 4. Reinigungsstufe im städtischen Klärwerk gesichert wird und wir gemeinsam mit dem Landkreis das IWAMAKO – das integrale Wassermanagementkonzept – Schritt für Schritt umsetzen, um Wasserqualität, Grundwasserschutz und Starkregenvorsorge langfristig zu sichern.

Zudem möchte ich erreichen, dass wir innovative Wege gehen:
etwa durch die Prüfung einer Verpackungssteuer und den Ersatz des Feuerwerks auf den Sülzwiesen durch umweltfreundliche Drohnenshows oder andere attraktive Alternativen. Und warum nicht mal einen Wettbewerb wie „Abpflastern” ins Leben rufen?
Geltende Regelungen, wie zum Baumschutz oder dem Verbot von Schottergärten, sind noch effektiver zu vollziehen.
Um unsere Umweltverbände zu all diesen Themen in die politische Diskussion einzubinden, werde ich dem Rat empfehlen, sie auch im Bauausschuss als beratende Mitglieder aufzunehmen.
Abgelehnte Maßnahmen werde ich dem Rat erneut vorlegen. Denn wir dürfen nicht nachlassen: Grünflächen sichern und Entsiegeln, wo immer es geht! (s. auch Klimaschutz & Energie)

Mach mit!

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